Votivschiffe auf der Insel Moen/DK
Fotos: Christian Biedekarken

Ihre Einwohner nennen sie "die schönste Insel Dänemarks". Am südöstlichen Zipfel Seelands gelegen, hat sie eine wirklich einzigartige Natur zu bieten. Das Wahrzeichen der Insel sind Moens Klint, die Kreidefelsen die sich 100 m senkrecht an der Ostküste aus dem Meer erheben. Naturbelassener Wald mit eigenem Charakter, weitläufige Wiesen, hügelige Landschaft, Strandwiesen als Vogelschutzgebiete, dazu eine Vielfalt an Orchideen lassen die Insel zu einem Naturerlebnis werden. Neben Kulturdenkmälern, Grabhügeln, Herrenhöfen und historischen Stadtbildern, fallen einem besonders die drei Kirchen von Elmelunde, Fanefjord und Keldby auf. Sie beherbergen einmalige mittelalterliche Fresken, die von dem "Elmelundemeister" und seiner Schule gemalt worden sind.

Elmelunde Kirke
Innenansicht der Elmelunde-Kirche mit ihren mittelalterlichen Fresken.


 Wie sehr oft in nordeuropäischen Hafenstädten und Küstenorten, findet man auch auf Moen in den Kirchen sogenannte Votivschiffe. Kapitäne und auch die Besatzungen spendeten diese Schiffe den Kirchen, als Weihgeschenk an Gott.


Das auf dem rechten Foto abgebildete Modell stellt das größte dänische Kriegsschiff "STORE CHRISTIANUS QUINTUS", ein Linienschiff im Maßstab 1:100, dar. Es besteht aus 7000 Kleinteilen, trägt 90 Kanonen und hat Neptun als Galionsfigur. Auf dem Heck ist der Wahlspruch von Christian dem Vierten zu lesen: " Pietate et Justitia" was soviel wie "Durch Frömmigkeit und Gerechtigkeit" bedeutet. 


Wohl die wenigsten Modelle haben die Zeitläufte überstanden. Noch heute ist es für einen Modellbauer durchaus eine Ehre, wenn ein von ihm gebautes Modellschiff einen Platz in der Kirche erhält


Dass es nicht nur große Kriegsschiffe sind die in den Kirchen aufgehängt werden, beweisen diese beiden Fotos. Frachtsegler und Fischereifahrzeuge stellen einen nicht unerheblichen Anteil an Votivschiffen in den nordischen Ländern dar. Die hier gezeigten Modelle hängen alle in den Kirchen von Moen. Ich bin aber sicher, dass es noch weitere Kirchen-Modelle dort zu entdecken gibt.

 

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